Wissenswertes

Besonders Monokulturen, das heißt große Beete mit ein und derselben Pflanzenart, bieten eine willkommene Angriffsfläche für Infektionen und Schädlinge. 
Auch im privaten Garten kann durch eine so genannte Mischkultur dem Schädlingsbefall vorgebeugt werden. 
Auch wenn es in der Natur manchmal den Anschein haben mag, wachsen Pflanzen nicht beliebig zusammen. 
Das liegt daran, dass sie ganz unterschiedliche Ansprüche an Boden, Wasserversorgung und Klima stellen. 
Es gibt einerseits Pflanzen, die sich in ihren Bedürfnissen ergänzen und regelrecht gegenseitig fördern, andere wiederum kommen ganz und gar nicht miteinander aus
 da ihre Wurzelausscheidungen das Wachstum der Nachbarpflanze negativ beeinflussen oder sie in punkto Nährstoffbedarf miteinander in Konkurrenz treten. 
Je nach Bodentyp kann dieses Phänomen stärkere oder schwächere Auswirkungen auf das Gedeihen der Pflanzen haben, und der Gärtner macht sich das Wissen um die unterschiedlichen 
Ansprüche und Fähigkeiten der Pflanzen in der Praxis der Mischkultur zunutze.

Die folgende Tabelle zeigt Ihnen, welche Pflanzen sich gut bzw. weniger gut im Beet kombinieren lassen. Nicht ausdrücklich erwähnte Pflanzen verhalten sich neutral zueinander.

 Pflanzen

 

Günstige Nachbarn Ungünstige Nachbarn
Auberginen Bohnen Kartoffel
Basilikum Gurken, Kohlrabi, Zwiebel  
Bohnen Aubergine, Bohnenkraut, Erdbeere, Gurke,  Kartoffel, Kohl, Mais, Möhre, Rettich, Ringelblume, Rüben, Salat, Sellerie, Spinat Erbse, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Mangold, 
Rote Bete, Schalotte,   Zwiebel
Bohnenkraut Buschbohne, Rote Bete, Rüben, Zwiebel  
Borretsch Erdbeere, Kopfsalat, Pflücksalat  
Buschbohnen Bohnenkraut, Gurke, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Mangold, Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Rhabarber, Rüben, Sellerie, Tomate Erbse, Fenchel, Knoblauch, Lauch, Zwiebel
Dill Erbsen, Gurken, Möhren, Kopfsalat, Pflücksalat, Rote Bete, Rüben, Spargel, Zwiebeln  
Endivien Fenchel, Kohl, Lauch, Stangenbohne  
Erbsen Dill, Fenchel, Gurke, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Mais, Möhre, Radieschen, Rettich, Rüben, Sellerie, Spargel, Zucchini  
Erdbeeren Bohne, Borretsch, Feldsalat, Knoblauch, Kohl, Kopfsalat, Lauch, Rettich, Ringelblume, Rüben, Salat, Schnittlauch, Spinat, Thymian, Zwiebel Buschbohne, Kartoffel, Lauch, Petersilie, 
Schalotten, Stangenbohne, Tomate
Fenchel Endivien, Erbse, Gurke, Kopfsalat, Lauch, Pflücksalat, Salbei, Sellerie, Zichorie Buschbohne, Kohl, Pastinaken, Stangenbohne, 
Tomate
Gurken Basilikum, Buschbohne, Dill, Erbse, Fenchel, Knoblauch, Kohl, Kopfsalat, Koriander, Kümmel, Lauch, Mais, Rote Bete, Sellerie, Schnittlauch, Spargel, Stangenbohne, Zwiebel Kartoffel, Radieschen, Rettich, Tomate
Kamille Zwiebel  
Kapuzinerkresse Radieschen, Rettich, Stangenbohne  
Karotten / Möhren Buschbohne, Dill, Erbse, Kerbel, Knoblauch, Kohl, Koriander, Lauch, Majoran, Mangold, Radieschen, Rettich, Rosmarin, Salat, Salbei, Schnittlauch, Schwarzwurzel, Tomate, Zichorie, Zwiebel Rote Bete
Kartoffeln Bohne, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kümmel, Meerrettich, Pfefferminze, Rettich, Spinat, Tomate, Saubohne Aubergine, Erbse, Gurken, Mais, Rote Bete,
Sellerie, Sonnenblume, Tomate, Zwiebel
Kerbel Kopfsalat, Pflücksalat, Tomate  
Knoblauch Erdbeere, Gurke, Himbeere, Kartoffel, Lilie, Möhre, Obstbäume, Radieschen, Rose, Rote Bete, Rote Rüben, Tomate, Tulpe Buschbohne, Erbse, Kohl, Ringelblume, 
Stangenbohne
Kohl Beifuß, Buschbohne, Dill, Endivien, Erbse, Erdbeere, Feldsalat, Gurken, Kamille, Kartoffel, Kopfsalat, Koriander, Kümmel, Lauch, Mangold, Möhre, Pfefferminze, Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rüben, Sellerie, Spinat, Stangenbohne, Tomate Knoblauch, Pastinaken, Senf, Zichorie, 
Zwiebel
Kohlrabi Basilikum, Buschbohne, Erbse, Kartoffel, Kopfsalat, Lauch, Radieschen, Rettich, Rote Bete, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Spinat, Stangenbohne, Tomate Erdbeere, Fenchel, Zichorie
Kopfsalat Boretsch, Buschbohne, Dill, Erbse, Erdbeere, Fenchel, Gurke, Kerbel, Kohl, Kohlrabi, Lauch, Mais, Pfefferminze, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rüben, Schnittlauch, Schwarzwurzel, Spargel, Stangenbohne, Tomate Zichorie, Zwiebel Petersilie, Sellerie
Koriander Gurke, Kohl, Möhre  
Kresse Radieschen, Rettich  
Kümmel Gurke, Kartoffel, Rüben  
Kürbispflanzen, Zucchini usw. Basilikum, Erdbeere, Kapuzinerkresse, Möhren, Salat, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Tomate, Zwiebel Bohne, Erbse, Mangold, Petersilie, Rote Bete
Lauch Endivien, Erdbeere, Fenchel, Kamille, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Möhre, Schwarzwurzel, Sellerie, Spargel, Tomate, Ysop, Zwiebel Buschbohne, Erbse, Mangold, Petersilie, 
Rote Bete, Stangenbohne
Mais Kopfsalat, Tomate Rote Bete, Sellerie
Majoran Möhre, Rüben  
Mangold Buschbohne, Kohl, Möhren, Radieschen, Rettich, Salat, Sellerie, Ysop, Zwiebel Lauch, Spargel, Tomate
Meerrettich (Kren) Kartoffel  
Pastinaken Möhre, Zwiebel Fenchel
Petersilie Möhre, Radieschen, Rettich, Tomate Kopfsalat
Pfefferminze Kopfsalat, Tomate  
Pflücksalat Borretsch, Buschbohne, Dill, Fenchel, Kerbel, Kohl, Radieschen, Rote Bete, Rhabarber, Rüben, Schnittlauch, Schwarzwurzel, Spargel, Tomate  
Radieschen, Rettich Buschbohne, Erbse, Erdbeere, Kapuzinerkresse, Kartoffel, Kerbel, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Kresse, Mangold, Möhre, Petersilie, Pflücksalat, Spinat, Stangenbohne, Tomate Gurke, Kürbis
Rote Bete Bohnenkraut, Buschbohne, Dill, Gurke, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Koriander, Kümmel, Pflücksalat, Sellerie, Zucchini, Zwiebel Kartoffel, Lauch, Mais, Möhre, Spargel,
 Spinat, Stangenbohne,Tomate
Rosmarin Möhre, Rüben  
Rüben Bohnenkraut, Buschbohne, Dill, Erbse, Kopfsalat, Kümmel, Majoran, Mangold, Pflücksalat, Rosmarin, Schnittlauch, Spinat, Stangenbohne, Tomate  
Salbei Fenchel  
Schnittlauch Kopfsalat, Pflücksalat, Rüben, Schwarzwurzel  
Schwarzwurzel Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Pflücksalat  
Sellerie Buschbohne, Erbse, Gurke, Kamille, Kohl, Kohlrabi, Kürbispflanzen, Lauch, Mangold, Rote Bete, Stangenbohnen, Tomate Kartoffel, Mais, Petersilie, Salat
Spargel Dill, Erbse, Gurke, Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Petersilie, Pflücksalat, Tomate Knoblauch, Rote Bete, Zwiebel
Spinat Erdbeere, Kartoffel, Kohl, Kohlrabi, Radieschen, Rettich, Rhabarber, Rüben, Sellerie, Stangenbohne, Tomate Mangold, Rote Bete
Tomate Basilikum, Buschbohne, Kapuzinerkresse, Kerbel, Knoblauch, Kohl, Kohlrabi, Kopfsalat, Lauch, Mais, Möhre, Pastinaken, Petersilie, Pfefferminze, Pflücksalat, Radieschen, Rettich, Ringelblume, Rüben, Sellerie, Spargel, Spinat, Thymian, Ysop, Zichorie, Zwiebel Erbse, Fenchel, Gurke, Kartoffel, 
Mangold, Rote Bete
Ysop Lauch, Mangold, Tomate  
Zichorie Fenchel, Kopfsalat, Möhre, Stangenbohne, Tomate Kohl
Zucchini (siehe Kürbispflanzen)  
Zuckermais Bohne, Bohnenkraut, Dill, Erbse, Gurke, Kamille, Kürbispflanzen, Salat, Schwarzwurzel, Tomate, Zichorie Rote Bete, Sellerie
Zwiebel Basilikum, Bohnenkraut, Dill, Erdbeere, Gurke, Kopfsalat, Lauch, Möhre, Pastinaken, Petersilie, Rote Bete, Tomate, Zucchini Buschbohne, Erbse, Kartoffel, Kohl, 
Stangenbohne

 

Beipflanzungen und ihre Wirkung

Im Gemüse- und Obstgarten sowie in Rosenbeeten können Kräuter als biologischer Pflanzenschutz dienen. Bei der Beipflanzung geht es darum, durch ein bestimmtes Kraut in nächster 
Nähe mögliche Schädlinge von der Nutz- oder Zierpflanze fernzuhalten. Ebenso kann eine beigepflanzte Art aber auch die für die Bestäubung notwendigen Insekten anlocken.

 

 

Beipflanzung zu Wirkung
Basilikum Tomate, Gurke, Kohl gegen Mehltau und weiße Fliege
Bohnenkraut Bohnen gegen schwarze Bohnenlaus, Duftstoffe fördern das Wachstum und verbessern das Aroma der Bohnen
Borretsch insektenbestäubten Pflanzen, z.B. Gurke, Zucchini lockt Insekten an
Brennnessel Obstbäumen und Sträuchern gegen Blattläuse, fördert die allgemeine Gesundung
Buchweizen Sellerie macht Kali aus dem Boden für Sellerie verfügbar
Dill Möhre, Rote Bete, Kohl fördert Keimfähigkeit der Möhren, Duftstoffe halten Schädlinge ab
Eberraute Kohl gegen Kohlweißling (durch abwehrende Duftstoffe)
Fingerhut Stachelbeere gegen amerikanischen Stachelbeermehltau
Hafer Dicken Bohnen gegen schwarze Bohnenlaus
Kapuzinerkresse Jungbäumen gegen Läuse, fördert die allgemeine Gesundung
Kerbel Salat gegen Läuse
Knoblauch Erdbeere, Rose Keimtötende und fungizide Wirkung
Lavendel Rosen gegen Ameisen und bedingt gegen Läuse
Löwenzahn   bewirkt Heilung bei Eisenmangel-Chlorosen
Meerrettich Pfirsich, Kirsche gegen Kräuselkrankheit und Monilia
Pfefferminze Wein gegen Mehltau
Rettich Porree gegen Lauchmotte
Ringelblume Kartoffel, Kohl gegen Nematoden (Wurzelälchen), Drahtwürmer, erhöht den Ernteertrag, fördert die Bodengesundheit
Senf Rosen hemmt die Entwicklung von Sternrußtau
Tagetes Bohne, Erdbeere, Gurke, Kartoffel, Kohl, Möhre, Petersilie, Porree, Tomate, Rose gegen Nematoden, Fadenwürmer, Viren und weiße Fliege; als Randbepflanzung dienen sie als Ablenkung für Schnecken
Wermut Johannisbeeren schützt vor Säulenrost
Zwiebel und Schalotte Erdbeere und Möhren gegen Pilzkrankheiten und Spinnmilben, bedingt gegen Möhrenfliege

 

Die wichtigsten Kulturböden und ihre Eigenschaften

Anmerkung: Als guten Gartenboden bezeichnet man alle Bodenarten, die durch jahrzehntelange intensive Bearbeitung, regelmäßige reichliche Zufuhr von Humus, Kalkungen und gute Fruchtfolge den Ursprungscharakter fast verloren haben. Er hat in der Regel nur gute Eigenschaften.

Bodenart Gute Eigenschaften Schlechte Eigenschaften Maßnahmen zum Verbessern
Sandboden Schnelle Erwärmung. Sehr gute Durchlüftung. Regen wird gut aufgenommen (bis zur Sättigung). Lässt sich bei jedem Wetter bearbeiten. Schnelle Abkühlung. Schlechte wasserhaltende Kraft. Eingebrachter organischer Dünger verrottet sehr schnell. Mineraldünger werden leicht ausgewaschen. Erfordert sehr viel Gießarbeit. Bevorzugt organische Dünger verwenden. Mineraldünger nur in kleinen Mengen, aber öfter geben. Verrotteten Stalldünger oder Torf nicht eingraben, sondern als Bodenbedeckung verwenden.
Humoser Sandboden Schnelle, anhaltende Erwärmung. Lässt sich gut bearbeiten. Gute Durchlüftung. Mineraldünger halten sich zufriedenstellend. Wasserhaltende Kraft ist gut. Er wird zu den besten Kulturböden gerechnet. Bei Trockenheit verweht der Wind den Boden, wenn er sehr feinkörnig ist. Darunter leiden die Pflanzen. Oberfläche trocknet schnell aus. Nach Möglichkeit organische Dünger eingraben. Mineraldünger nur in kleinen Mengen, aber öfter geben. Organische Stoffe oder Torf nicht eingraben, sondern als Bodenbedeckung verwenden.
Lehmiger Sandboden (Mittelboden) Lässt sich für fast alle Kulturen verwenden. Durchlüftung ist gut. Mineraldünger halten sich besser als in Sandböden. Auch der Stalldünger wird besser ausgenutzt. Bodenbearbeitung ist normal. Erwärmt sich etwas langsamer als humoser Sandboden, hält aber die Feuchtigkeit länger. Bei dieser Bodenart sollte man ebenfalls organische Dünger vorziehen. Außerdem ist Bodenbedeckung sehr wichtig, um die Bodenfeuchtigkeit lange zu erhalten.
Sandiger Lehmboden (Mittelboden) Ist für fast alle Kulturen verwendbar. Wasserhaltende Kraft ist gut. Durchlüftung ausreichend. Stalldünger wird gut ausgenützt. Bodenbearbeitung ist normal. Besitzt keine nennenswerten schlechten Eigenschaften, wenn regelmäßig für Humuszufuhr gesorgt wird. Auch für diese Bodenart ist es angebracht, mit Bodenbedeckung zu arbeiten, weil dadurch viel Hack- und Gießarbeit eingespart wird. Kohlensaurer Kalk ist besser als Ätzkalk.
Lehmboden Wasserhaltende und -steigende Kraft ist sehr gut. Mineraldünger werden ausreichend festgehalten. Die Ausnutzung des Stalldüngers ist sehr gut. Stark mit Humus versorgt, ist er einer der besten Kulturböden. Durchlüftung lässt zu wünschen übrig. Erwärmt sich im Frühjahr verhältnismäßig langsam. Bearbeitet sich schwer. Verlangt viel Hackarbeit. Durch Bodenbedeckung wird die Oberfläche nicht verschlämmt, dies steigert die Durchlüftung. Kompost und Rindenhumus einarbeiten. Regelmäßiges Kalken macht ihn besser durchlüftbar.
Moorboden Sehr gut wasserhaltend. Für Moorbeet- und Heidepflanzen besonders gut geeignet. Mineraldünger werden ausgezeichnet gut festgehalten. Einbringen von Stalldünger erübrigt sich. Meist sauer und schlecht durchlüftbar. Oft auch sehr kalt, wenn kein durchlässiger Untergrund vorhanden ist. Erhöhte Frostgefahr. Je nach Möglichkeit tief rigolen, damit man einen durchlässigen Untergrund erhält. Reichlich mit Kalk versorgen. Groben erdefreien Sand in die obere Schicht einarbeiten.

 

Pflanzenbedarf / lfd. Meter Normalbeet (1,20 m)

Reihenzahl Reihen-

Entfernu

ng auf

der Reihe

(cm)

             
  abstand (cm) 5 10 15 20 25 30 35 40 45 50 60
15 8 300 150 100 75 60 50 43 38 34 30 25
12 10 240 120 80 60 48 40 34 30 27 24 20
10 12 200 100 67 50 40 33 29 25 22 20 17
8 15 160 80 53 40 32 27 23 20 18 16 13
6 20 120 60 40 30 24 20 17 15 13 12 10
5 25 100 50 33 25 20 17 14 12 11 10 8
4 30 80 40 27 20 16 13 11 10 9 8 7
3 40 60 30 20 15 12 10 9 8 7 6 5
2 60 40 20 13 10 8 7 6 5 5 4 3

 

Richtwerte für die Düngung der Gemüsearten im Freiland (g/10 m²)

Die Richtwerte geben den Bedarf in Reinnährstoffen an. Die erforderliche Umrechnung in Handelsdüngermengen kann an Hand der Tabelle vorgenommen werden. 
Bei Stickstoff darf die Einzelgabe 50 g N / 10 m² nicht überschreiten. Diese Menge gibt man am besten bei der Vorbereitung der Saat- bzw. 
Pflanzfläche. Den übrigen Stickstoff erhalten die Pflanzen während der Vegetationsperiode in mehreren Gaben, je nach Bedürftigkeit. 
Dabei kann man mit der Einzelgabe auch unter 50 g N / 10 m² bleiben und entsprechend häufiger Düngen. 
Bei Kali darf die Einzelgabe nicht über 200 g / 10 m² liegen. Bei höherem Bedarf muss der Rest während der Vegetation zusammen mit der Stickstoffkopfdüngung, gegeben werden.

1. Versorgungsstufen des Bodens: A = niedriger Gehalt; B = mittlerer Gehalt; C = hoher Gehalt.

2. Die Richtwerte gelten für die Hauptertragszeit auf mittleren Böden.

Gemüseart Stickstoff (N) Phosphor (P) und Kali (K)      
  Bedürftig- keit Richtwert (g) Bedürftig-keit Richtwerte je nach Gehaltsklasse des Bodens (g)
        A B C
        P K P K P K
Bataviasalat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Blumenkohl sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Brokkoli sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 35 170
Buschbohnen schwach 50 bis 80 mittel 50 200 40 170 30 125
Chicorée stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Chinakohl stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Eichblattsalat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Eierfrucht mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Eissalat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Erbsen schwach 50 bis 80 mittel 50 200 40 170 30 125
Feldsalat schwach 50 bis 80 schwach 40 170 30 125 20 80
Gartenkresse schwach 50 schwach 50 170 30 125 20 80
Gemüsezwiebeln stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Grünkohl mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Gurken mittel 100 bis 140 stark 65 240 50 200 40 170
Kartoffeln stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Knollenfenchel mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Kohlrabi mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Kohlrüben stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Kopfsalat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Kürbis, Speise- sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Mangold stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Melone mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Möhren, früh mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Möhren, spät stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Neuseeländer Spinat stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Pak Choi mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Paprika stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Pastinaken stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Patisson stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Petersilie mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Porree sehr stark 220 bis 300 mittel 50 200 40 170 30 125
Prunkbohnen mittel 100 bis 140 stark 65 240 50 200 40 170
Puffbohnen mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Radicchio mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Radies schwach 50 bis 80 schwach 40 170 30 125 20 80
Rettich mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Rhabarber sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Romanasalat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Rosenkohl sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Rote Bete mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Rotkohl sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Salat mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Schnittlauch stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Schwarzwurzel mittel 100 bis 140 stark 65 240 50 200 40 170
Sellerie stark 150 bis 200 mittel 50 200 40 170 30 125
Spargel schwach 80 mittel 50 200 40 170 30 125
Stangenbohnen mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Tomaten mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Weißkohl, früh stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Weißkohl, spät sehr stark 220 bis 300 stark 65 240 50 200 40 170
Winterendivien mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Wirsingkohl stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Zucchini stark 150 bis 200 stark 65 240 50 200 40 170
Zuckerhut mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Zuckermais mittel 100 bis 140 stark 65 240 50 200 40 170
Zwiebeln, Sä- mittel 100 bis 140 mittel 50 200 40 170 30 125
Zwiebeln, Lauch- schwach 50 bis 80 schwach 40 170 30 125 20 80

 

Schädlinge im Gemüsegarten

Bezeichnung des Schädlings Schadbild Verhütung und Bekämpfung
Blattläuse Blattlauskolonien an und zwischen den Blättern. Blätter zeigen Vergilbungen, Herzblätter verkrüppeln oder kräuseln sich. Mehrmaliges Spritzen bzw. Stäuben mit Insektiziden (alle 3 bis 4 Tage), Mittel wechseln, Karenzzeit beachten!
Bohnenfliege Schlechtes Auflaufen der Saaten, Fraßgänge in Keimblättern, Herz der Keimpflanze zerstört; Schäden besonders bei ungünstiger, kühler Witterung. Richtige Fruchtfolge einhalten; auflauffördernde Maßnahmen (Frostschutzhauben, Aussaat erst nach 20.05.); Saatgutbehandlung oder Gießen mit Spezialpräparaten.
Drahtwurm (Larve der Schnellkäfer), vornehmlich an Salat Salatpflanzen welken plötzlich. An den Wurzeln frisst eine drahtharte gelbliche Larve mit dunklem Kopf. Intensive Bodenbearbeitung, Köder auslegen, Bodeninsektizide ausstreuen und einhacken.
Drehherzmücke (besonders an Blumenkohl) Von den Larven der Mücke zerstörte Herzblätter, dadurch keine Blumenbildung. Einige Tage nach dem Pflanzen mit systemischen Insektiziden spritzen. Behandlung mehrmals wiederholen.
Erbsenblasenfuß Vollinsekten und ihre Larven saugen an allen Pflanzenteilen. Blätter und Blüten werden unansehnlich und verkümmern. Trockenheit fördert das Auftreten. Wie Blattläuse bekämpfen, weitgestellte Fruchtfolge.
Erbsenwickler Beim Ernten der Hülsen sind die Köpfe zerfressen, bis 12 mm lange gelbgrüne Raupen und Kotkrümel in den Hülsen. Fruchtfolge einhalten; sehr frühe und späte Sorten aussäen, vorbeugender Einsatz von Insektiziden mit kurzer Karenzzeit.
Erdflöhe (an Jungpflanzen von allen Kohlarten, Radieschen und Rettich) Anfangs durchlöcherte, später völlig zerfressene Blätter. Etwa 2 bis 3 mm große, springende, glänzende Käfer. Boden immer feucht halten und lockern, Ausstreuen oder Spritzen von Spezialpräparaten, Saatgutinkrustierung. Mit Steinmehl säubern.
Erdraupen (an Kohl, Salat, Möhre und gelegentlich auch an Spargel) Nackte graue Raupen (Larven von Eulenarten) fressen an Wurzel und Wurzelhals. Verwendung von Fangpflanzen, Köder auslegen, Raupen unter geschädigten Pflanzen aufsuchen und vernichten, Anwendung zugelassener Präparate.
Kohlfliege Die Fliegen legen ihre Eier an den Wurzelhals junger Kohlpflanzen (insbesondere Blumenkohl). Die Larven zerfressen die unterirdischen Teile. Vorbeugend wird Kohl gleich beim Pflanzen mit einem Kohlfliegenmittel angegossen. Das Gießen ist nach 8 bis 10 Tage zu wiederholen.
Kohlschabe (Kohlmotte) Die Larven der Motte fressen an der Unterseite der Blätter, wobei die Oberhaut erhalten bleibt (Fensterfraß). Behandlung mit Blattlausbekämpfung kombinieren. Es können die gleichen Mittel eingesetzt werden.
Kohlweißling Durch den Fraß der Raupen an den Kohlblättern (auch Kohlrabi) kann es zum Kahlfraß kommen. Zerdrücken der auffälligen gelben Eierhäufchen. Raupen ablesen, Spritzen mit sytemischen Mitteln
Maulwurfsgrille (Werre) Frisst an den unterirdischen Pflanzenteilen vieler Gemüsearten. Lebt in Gängen dicht unter der Erde. Mit den Fingern den Gängen nachgehen, um auf die Nistplätze zu stoßen, die etwas tiefer liegen. Auf diese Weise kann man die Brut vernichten. Auch spezielle Ködermittel haben sich bewährt.
Möhrenfliege Fraßgänge der Larven in den äußeren Schichten des Rübenkörpers. Mischanbau, sehr frühe Aussaat, mit Insektenschutzvlies abdecken, befallene Pflanzen entfernen.
Nacktschnecken Fraßschäden besonders an Jungpflanzen vieler Gemüsearten. Auslegen von speziellen Schneckenködern. Schneckenzäune.
Rote Spinne (Spinnmilbe) Bohnen- und Gurkenblätter werden vorzeitig gelb. Auf der Unterseite der Blätter findet man gelbliche und rötliche Tiere, die mit bloßem Auge kaum erkennbar sind. Durch häufiges Gießen für feuchte Luft sorgen; mit anerkannten Präparaten spritzen.
Rettichfliege Braune Fraßgänge in den äußeren Schichten der Knollen. Bei Radies z.T. auch im Inneren der Knolle. Intensives Gießen verhindert den Befall; mit Insektenschutzvlies abdecken.
Rübenfliege (besonders an Spinat) Minierende Larven in den Blättern. Befallene Pflanzen entfernen und vernichten; für zügiges Wachstum sorgen.
Spargelfliege Ihre Larven zerstören die Triebe schon in der Entwicklung. Triebspitzen krümmen sich seitwärts, Triebe welken und sterben ab. In Trieben Maden oder braune Puppen. Befallene Triebe ab Juli ständig entfernen (dicht über dem Wurzelstock abschneiden), Spritzen mit handelsüblichen Mitteln.
Spargelkäfer Käfer und Larve fressen am Spargellaub. Die Käfer sind rot, gelb oder rot-schwarz gezeichnet. Bekämpfen bei Erscheinen der Käfer oder mit Beginn des Larvenfraßes. Während der Blüte bienenungefährliche Mittel verwenden!
Weiße Fliege (besonders an Gurken  und Tomaten unter Glas und Folie) Blätter vergilben und welken. Auf der Unterseite etwa 1,5 mm große weiße Insekten. Nach dem ersten Auftreten mit Spezialpräparaten spritzen. Behandlung nach 5 bis 6 Tagen wiederholen.
Zwiebelfliege Ihre Larven fressen im Herz der jungen Zwiebelpflanze. Pflanzen verkümmern und sterben ab. Mischanbau, sehr frühe Aussaat, befallene Pflanzen entfernen, Saatreihen mit anerkannten Präparaten gießen.